• Ausschnitt 01 - 000541
  • Ausschnitt 02 - Luftaufnahme 1957
  • Ausschnitt 03 - Luftaufnahme 015 - 1957
  • Ausschnitt 04 - Luftaufnahme 020 - 1957
  • Ausschnitt 05 - Luftaufnahme 025 - 1957

 Eine neue Publikation des Stadtarchivs Frechen von Prof. Dr. Stelkens

Ein unscheinbares Basaltkreuz in einer Hauswand in
Kleinkönigsdorf erregte die Aufmerksamkeit von Josef Mörsch
und Siegfried Offermann, zwei Mitgliedern der Dorfgemeinschaft
St. Magdalena Kleinkönigsdorf e.V. Älteren Königsdorfern war das
Kreuz nur als Schwedenkreuz mit schwedischer Inschrift in Erinnerung.

Mit besonders präparierten Fotografien forderten sie die
Bevölkerung über die Homepage der Dorfgemeinschaft dazu auf,
bei der Klärung der Geschichte des Kreuzes und der Übersetzung der In
schrift
zu helfen. Auch der Autor wurde angesprochen. Mit Hilfe fachspezifischer
Institute der Universitäten Köln und Bonn und des Denkmalbeauftragten
der Stadt Frechen Egon Heeg konnte die nur noch bruchstückhafte Schrift
des Steins teilweise entschlüsselt werden. Sie verwies in deutscher Sprache
mit der Bitte um einen gnädigen Gott auf den Tod einer Cathrin im Jahr 1633 hin.

Das Todesjahr fiel in die Zeit des dreißigjährigen Krieges. Sogenannte
Schwedenkreuze erinnern bis heute vom Norden Deutschlands bis
nach Österreich an Opfer dieses Krieges.
Es war eine äußerst
unruhige Zeit mit kriegerischen Auseinandersetzungen, Bandenüberfällen,
Brandschatzungen, Plünderungen und Vergewaltigungen, Hungersnöten und Pest.
Dazu der Hexenwahn. Um das Jahr 1633 waren besonders das Rheinland und hier
das konkrete Umfeld betroffen. Jan van Werth wütete um die Abtei Brauweiler.
Eine berüchtigte Königsdorfer Räuberbande drangsalierte die Bauern
in Kleinkönigsdorf. Ihr Anführer wurde in Frechen zum Tode verurteilt.
Für ihn wurde eigens in Königsdorf ein Galgen gezimmert.
Der Abt von Brauweiler strengte Hexenprozesse gegen
Frauen, Männer und Kinder an.Die Dokumentation versucht,
Zusammenhänge zwischen dem Tod der Cathrin und diesen
Schrecknissen zu deuten, aber auch die Geschichte dieses Kreuzes
als Grab- und späteres Wegekreuz herauszufinden.


 Titelseite Cathrin von Kleinkönigsdorf

 

 

 

 

 

 

Die Dokumentation ist im Stadtarchiv Frechen, Hauptstraße 110-112 und in der Buchhandlung Brauns, Keimesstraße 22, erhältlich.

Hier steht die Publikation zum kostenlosen Download bereit: pdfCathrin_von_Kleinkönigsdorf.pdf

 

 

 


Nach zweijähriger Vorbereitungszeit wurde in Frechen-Königsdorf an der Dechant-Hansen eine Tafel zur Geschichte der Römerstraße vorgestellt. Vor über zwei Jahrtausenden führte über die Trasse der heutigen Dechant-Hansen Allee ein Teil der römischen Straße. Sie begann in Köln und führte über Jülich, Tongeren, Bavai bis an die Kanalküste bei Bologne sur Mer. Gestiftet wurde diese Tafel von dem Anwohnerehepaar Dr. Goswin und Karina Lörken. Unterstützt wurde das Vorhaben zudem von den Freunden und Förderern des Stadtarchivs die im Rahmen des bestehenden Projekts "Informationstafeln für Frechen", die Kosten für die Pflasterung übernahmen.

v.l. Bürgermeisterin Susanne Stupp, Karina Lörken, Dr. Goswin Lörken, Stadtarchivar Alexander Entius

Bildbeschreibung: v.l. Bürgermeisterin Susanne Stupp, Karina Lörken, Dr. Goswin Lörken, Stadtarchivar Alexander Entius

Weitere Informationen finden Sie >>> hier <<<

 

Die Aufstellung im Spiegel der Presse:

Frechener Wochenende vom 23.11.2016

 

Aus Anlass des Jahrestages der Reichspogromnacht lädt das Stadtarchiv zum Besuch der Dauerausstellung „Die Synagogentür“ in der ehemaligen Marienschule ein. In dieser zentralen Gedenkstätte für das ehemalige Frechener Judentum wird in der Zeit vom 07.11. – 18.11.2016 ein Gedenkbuch ausgelegt. Wie in den Vorjahren können sich die Besucher mit den dort namentlich aufgeführten Opfern des NS-Terrors in Frechen solidarisch erklären, indem sie ihre Namen, aber auch Gedanken, Empfindungen oder Erinnerungen niederschreiben.

 

 

 

 

 

 

2016 11 09 Die SynagogentürP1040492 

Stadtarchiv Frechen zeigt den Film: „Wir haben es doch erlebt – Das Ghetto von Riga“

Vor 75 Jahren wurde nach der Eroberung Lettlands durch die Deutschen für die lettischen Juden am 25. Oktober 1941 ein streng abgeschirmtes Ghetto in der Altstadt von Riga errichtet. Bereits einen Monat später wurden fast alle der dort eingepferchten lettischen 27.000 Juden in einem zweittägigen Massaker ermordet; bis auf einen Rest arbeitsfähiger Männer. Es war beschlossen hier das sogenannte „Reichsjudenghetto“ einzurichten.

Das Stadtarchiv Frechen zeigt am Donnerstag, 10. November, um 18 Uhr im Sitzungssaal des alten Frechener Rathauses den Film „Wir haben es doch erlebt – Das Ghetto von Riga“. Der in zahlreichen Städten gezeigte und bundesweit vielbeachtete Film von Jürgen Hobrecht berichtet von der Verschleppung von weit über 25.000 Juden aus dem damaligen „Großdeutschen Reich“ nach Riga. Schon in der ersten Hälfte des Jahres 1942 wurden über zwei Drittel dieser Juden ermordet.

Einer der ersten in Riga eintreffenden Transporte kam aus Köln. Unter den Verschleppten waren auch relativ viele Frechener Juden. Einer davon war Josef Levy. Er überlebte die Zeit im Ghetto. Da er in seiner Lebensbiografie einen genauen Bericht über die gesamte Ghettozeit gab, werden vor Beginn des Films Teile seines Berichts zu hören sein. Neben vielen Zeitzeugen ist im Film auch ein Interview mit ihm zu sehen.

Die Begrüßung zu dieser Gedenkveranstaltung übernimmt Bürgermeisterin Susanne Stupp. Der Eintritt ist frei!

Platzreservierungen können unter Telefon 02234/501-253 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! vorgenommen werden.

                         Flyer Riga

 

 

Fotoaufruf Schaukasten klein

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