• Ausschnitt 01 - 000541
  • Ausschnitt 02 - Luftaufnahme 1957
  • Ausschnitt 03 - Luftaufnahme 015 - 1957
  • Ausschnitt 04 - Luftaufnahme 020 - 1957
  • Ausschnitt 05 - Luftaufnahme 025 - 1957

Foto: Wolfgang MrziglodSeit dem 19.04. ist die Ausstellung: „Frechener Stadtteile: Bachem“ in den Räumlichkeiten des Stadtarchivs zu sehen.

Eine Arbeitsgruppe unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trug in mehr als dreijähriger Vorbereitungszeit umfangreiches Archivmaterial zum Ortsteil Bachem zusammen und wertete es aus. Anhand von historischen Karten, Fotos, Zeitungsartikeln und vielen weiteren Exponaten wird auf über 60 Ausstellungstafeln die Entwicklung des Ortes veranschaulicht, der inzwischen auf eine über 1150-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Themenbereiche bilden u.a. die drei „festen Häuser“ (Burg Bachem, Haus Bitz und Gut Neu-Hemmerich) das Orts- und Vereinsleben, sowie die Braunkohlegewinnung und -verarbeitung. Weitere Ausstellungstafeln sind den Bachemer Mühlen, dem Wimarusbrünnchen, der Archäologie und bekannten Bachemer Persönlichkeiten gewidmet.

 

Zur Ausstellungseröffnung am gestrigen Abend wurde ein besonderes Highlight der Öffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich um das sogenannte „Bachem Buch“. Von außen ein unscheinbares, in Ziegenpergament eingebundenes, kleines Buch mit einem Umfang von über 250 Seiten. Per Zufall wurde es beim Kölner Auktionshaus „Venator und Hanstein“ entdeckt und von den „Freunden und Förderern des Stadtarchivs“ ersteigert.
Dieses Buch gewährt tiefe Einblicke in ein bis dato unbekanntes Stück Bachemer Geschichte. Es beinhaltet u.a. die Abschrift eines Zehntverzeichnisses aus dem Jahre 1504. Damit enthält es detaillierte Informationen über eine Zeit, die bereits über 500 (!) Jahre zurückliegt. Es wird darin ausführlich aufgelistet, welche Ländereien es in Bachem gab, wie sie bezeichnet wurden und wer welchen Zehnten an eine Pfarrei oder ein Kloster abgeben musste.
Vieles von dem, was in der Ausstellung präsentiert wird, ist in der Form zum ersten Mal öffentlich zugänglich.

Sie sind herzlich zum Besuch der Ausstellung, die noch bis zum 19.04.2018 zu sehen ist, eingeladen.

(Foto: W. Mrziglod)