• Ausschnitt 01 - 000541
  • Ausschnitt 02 - Luftaufnahme 1957
  • Ausschnitt 03 - Luftaufnahme 015 - 1957
  • Ausschnitt 04 - Luftaufnahme 020 - 1957
  • Ausschnitt 05 - Luftaufnahme 025 - 1957

- Zentraler städtischer Gedenk- und Dokumentationsort

für die einstige Frechener Judenschaft -

"Die Synagogentür", so heißt eine kleine Ausstellung, die sich im Vorraum zum Lesesaal des Frechener Stadtarchivs befindet. Sie ist benannt nach ihrem hervorragendsten Objekt, der kunstvoll restaurierten und jetzt als Mahnmal installierten Synagogentür.

Diese kleine von Egon Heeg konzipierte Ausstellung zeigt komprimiert, aber umfassend die gesamte jüdische Geschichte Frechens.

Anschaulich geschieht dies u.a. durch das Aufzeigen und die inhaltliche Darstellung der fünf weiteren dezentralen städtischen Mahnmale (zwei Synagogensteine, das Denkmal Judenfriedhof, der "Jüdische Gedenkstein" dort sowie das Mahnmal zu den Dachautransporten 1938 in Königsdorf.

Kleines Heiligtum

Synagogentr

"Kleines Heiligtum" heißt die erwähnte Mahnmalinstallation in dieser Ausstellung. Öffnet man die in der Art eines Schrankes aufgestellte Synagogentür, erblickt man die beleuchtete Gedenktafel für die jüdischen Opfer der NS-Verfolgung in Frechen. Der Name "Kleines Heiligtum" ist der hebräischen Goldschrift im Sturzbalken über der Tür entnommen. Ursprünglich verwies der Begriff auf die frühere Frechener Synagoge. Jetzt bezieht er sich auf die neue würdevolle Funktion der Synagogentür: als kostbares Portal zur Liste der jüdischen Opfer.

 

 

 

 

 

 

 Die Synagogentür:

Bei der Synagogentür handelt es sich um die Originaltür der 1802/3 eröffneten Synagoge an der Hauptstraße 84. Entsprechend sind die beiden hölzernen Türflügel im damals modernen napoleonischen Empire-Stil gestaltet (z.B. Girlanden in den oberen Türfüllungen). Die Tür besitzt noch zwei Türschlösser mit den entsprechenden Außenbeschlägen. Das rechte ist das ältere und wurde wohl bereits 1802/03 benützt.  Nach einem 1873 erfolgten Umbau wurde aus praktischen Gründen im linken Türblatt ein neues Schloß angebracht, das noch funktionstüchtig ist. Die Tür wurde nach der Untersuchung der Farbschichten in der ursprünglichen Farbgebung von 1802/03 (braun-rot) wiederhergestellt.

Der Türbalken:

Der im Sturzriegel (Türbalken) des einstigen Synagogeneinganges eingeschnitzte hebräische Versteil ist dem Buch des Propheten Ezechiel 11,16 entnommen. Der Mittelteil dieser Balkeninschrift enthält das hebräische Wort für "kleines Heiligtum". Der Begriff steht im übertragenen Sinn für "Synagoge" und "Asyl". Da es sich bei dem Versteil um ein Chronogramm handelt, steht dieser gleichzeitig für eine Jahreszahl. Es ist das jüdische Jahr 5563 in kleiner Zählung (= ohne Tausenderangabe: "563"). Dies entspricht nach unserer heutigen Zeitrechnung dem Zeitraum vom 27.09.1802 - 26.09.1803. Das ist das Jahr der Fertigstellung und Einweihung der Frechener Synagoge an der Hauptstraße 84. Die Inschrift wurde in der ursprünglichen goldenen Farbgebung wiederhergestellt.

Die jüdischen Opfer der NS-Verfolgung in Frechen

Metzgerei_CohnenHier werden Einzelschicksale der im "Kleinen Heiligtum" erwähnten ehemaligen jüdischen Mitbürger in Wort und Bild kurz dargestellt. Die Liste wird sukzessive erweitert.

 

 

 

 

Die Restaurierung der Synagogentür

EntstehungDurch die finanzielle Unterstützung der Raiffeisenbank Frechen-Hürth e.G. - Zweigstelle Königsdorf sowie die tatkräftige Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiter Hans Bürger, Wilfried Bürgel und Gustav Hammelstein, konnte die Synagogentür restauriert werden. Die Fotos zu den Restaurierungsarbeiten finden Sie in der Galerie.

 

 

 

 

 

 

 

Die Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Frechen können Sie zu folgenden Zeiten besuchen:

Mo - Mi   07:00 - 17.00 Uhr
Do   07:00 - 18.00 Uhr
Fr   07:00 - 13.00 Uhr

 

Darüber hinaus ist die Ausstellung zu den Kurszeiten der Volkshochschule Frechen geöffnet.