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Paul Stelkens,Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Königsdorf. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der Königsdorfer Kriegsopfergräber und zum Kriegsende in Königsdorf am 4. März 1945, Dokumentation für das Stadtarchiv Frechen, Band I, 2015, 360 Seiten, über 350 Abbildungen, ISBN 978-3-9816848-1-0, Preis 24,90€, Band II Anlagen, 308 Seiten (im Stadtarchiv einsehbar).

 

Titelseite Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter

Am Sonntag, dem 04.03.1945, vor 70 Jahren also, endete für die Königsdorfer Bevölkerung der Krieg mit dem Einmarsch des 415.  US-Infanterieregiments der 104. Infanteriedivision. Damit erlosch zwei Monate vor dem offiziellen Kriegsende am 08.05.1945 die Nazi-Herrschaft in Königsdorf. In dieser Zeit wurde die arbeitsfähige Bevölkerung   weitgehend durch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter ersetzt. „Die Russen starben wie die Fliegen“, berichtete ein Zeitzeuge. Welche Auswirkungen das Nazi-System auf die Bevölkerung in Königsdorf, die Kriegsgefangenen und   Zwangsarbeiter gehabt hat, hat Prof. Dr. Paul Stelkens, Königsdorf, seit Jahren für den Verein für Geschichte e.V.   Pulheim und das Stadtarchiv Frechen recherchiert und in einer ausführlichen Dokumentation zusammengetragen   und aufgearbeitet. Sie wird zum 70. Jahrestag des Kriegsendes in Königsdorf der Öffentlichkeit präsentiert.

 

 

 

Ausgangspunkt der Untersuchungen waren die verwahrlosten sowjetischen Kriegsgefangenengräber auf dem Großkönigsdorfer Friedhof. Erste Anhaltspunkte für ihr Schicksal boten die Geschichte der Königsdorfer Friedhöfe und der über Königsdorf verstreuten Gedenkstätten für Kriegsopfer. Zahlreiche Zeitzeugenaussagen und vor allem der Fund der Kriegsgefangenen-Personalkarteien in den Archiven der sowjetischen KGB–Nachfolgeorganisation in der Nähe von Moskau sowie Berichte der Frechener Ortspolizeibehörde spiegelten das gewaltsam beendete Leben dieser Menschen in Königsdorf wider. Ihr Schicksal war verknüpft mit den Auswirkungen der Kriegszeit und des Kriegsendes auf diesen Ort und die Region. Daher waren auch diese Zeit vor allem in Frechen, zu dem Königsdorf damals noch nicht gehörte, und Brauweiler, aber auch die Verflechtungen der örtlichen Industrie einschließlich der Rheinischen Braunkohlewerke in die Untersuchungen einzubeziehen.

 

Der Autor als Verwaltungsjurist versuchte, die gesetzlichen und verwaltungsorganisatorischen Voraussetzungen für die Behandlung der Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter in dieser Unrechtszeit aufzuspüren. So machte er die vom Regime vorgeschriebene bürokratische Bewältigung des ungeheuren völkerrechtlichen Unrechts an den Gefangenen bis in einen kleinen Ort wie z.B. Königsdorf sichtbar. Hieran schlossen sich die Fragen an, auf welchen rechtlichen Grundlagen die Gesellschaft nach den beiden Weltkriegen bis heute mit den Kriegsopfergräbern bis hin zu den Gräbern der heutigen Opfer von Auslandseinsätzen umgeht.

 

Die Dokumentation ist im Stadtarchiv Frechen, Hauptstraße 110-112 und in der Buchhandlung Brauns, Keimesstraße 22, erhältlich.

Aus Anlass des 70. Jahrestages des Kriegsendes am 04.03.1945 in Königsdorf haben Sie die Möglichkeit, sich den Vortrag „Vergessene sowjetische Kriegsopfergräber in Frechen – Königsdorf. Zum Schicksal von Gefangenen und Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkrieges“ von Prof. Dr. Paul Stelkens vor dem Kuratorium ‚Kölner Justiz in der NS- Zeit‘ zu downloaden.

Um auf unsere Seite mit den zum Download stehenden Vorträgen zu gelangen, klicken Sie einfach hier.

Vortragsabend mit Günther Kraushaar im Stadtarchiv Frechen

 

Auf einem Strohsack schlafen, Trinkwasser aus dem Bach schöpfen und eine Öllampe als Zimmerbeleuchtung: Flyer A6 01 VorderseiteDas war Alltag der Frechener Bevölkerung um 1820. Die Armut war weit verbreitet.

Mit der Industrialisierung wurde aus dem Bauern- und Handwerkerdorf ein Ort, in dem die Schlote rauchten.

Menschen aus dem In- und Ausland suchten hier Arbeit. Es entstand "Kölns Wilder Westen".

 

In zwei Vorträgen wollen wir versuchen das damalige Leben lebendig werden zu lassen und mit dem heutigen zu vergleichen. 

 

Flyer A6 01 Vorderseite2Termine:

Teil 1 - 11.03.2015, um 19:00 Uhr

Teil 2 - 25.03.2015, um 19:00 Uhr

Reservieren Sie sich Ihren Platz unter:

02234/501235 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

tn Werbeseite kleinDas Stadtarchiv in diesem Jahr gibt einen Kalender mit 12 Motiven aus der historischen Fotosammlung der Stadt Frechen heraus. Berücksichtigt wurden bei der Auswahl der Fotos vor allem die verschiedenen Frechener Ortsteile.

Der Kalender ist im DIN A3 und DIN A4 Format zum Preis von 8,00 € bzw. 6,00 € erhältlich.

Verkaufsstellen sind neben dem Stadtarchiv Frechen (Hauptstraße 110-112, Tel.: 02234/501-238 oder -437) die Buchhandlung Brauns, Keimesstraße 22 und Foto Porst, Hauptstraße 69.

  Vortrag am 26. November 2014:

Pogrom 1938: Verhaftung und Deportation rheinischer Juden

  "Von Brauweiler über Königsdorf nach Dachau"

Egon Heeg liest aus dem „Gedächtnisprotokoll“ des Juden P. Meyer

 

Am 10. November 1938 fand mit äußerst brutaler Gewalt in Frechen der Pogrom gegen die hiesigen Juden statt. Auch in diesem Jahr sucht das Stadtarchiv das Gedenken daran durch Vorträge und Aktionen wachzuhalten.
Wie in jedem November liegt deshalb vor der „Synagogentür“, der zentralen städtischen Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Frechener Naziterrors (im Stadtarchiv/ ehem. Marienschule) ein Gedenkbuch aus, in dem die Bürger ihr Mitgefühl für diese durch ihre Unterschrift ausdrücken können.Bahnhof Königsdorf

In diesem Jahr gedenken wir besonders der vier jungen Frechener, die an jenem 10. November willkürlich verhaftet wurden und wenige Tage später mit hunderten anderen unschuldigen rheinischen Juden von Königsdorf aus ins KZ Dachau deportiert wurden.

Am Königsdorfer Bahnhof steht eine besondere städtische Gedenktafel. Sie erinnert an diese erste Massendeportation rheinischer Juden, die von dieser Bahnstation ausging. Das waren die so genannten „Aktionsjuden“, die in der Reichspogromnacht im Großraum Köln verhaftet worden waren.
Von den örtlichen Polizeigefängnissen kamen die Inhaftierten in die “Arbeitsanstalt“ (Polizeigefängnis) Brauweiler. DachauWenige Tage später wurden sie von Großkönigsdorf aus mit Sonderzügen ins KZ Dachau transportiert. Kaum einer von diesen Aktionsjuden wollte später detailliert über die Gräuel berichten, die sie dort erlitten hatten. Einziges Ziel dieser temporären Verhaftung war: Die Juden sollten nach ihrer Freilassung möglichst schnell aus Deutschland verschwinden unter Hinterlassung ihrer gesamten Habe.
Zumindest einer der Deportierten, P. Meyer, hat hinterher ein umfangreiches, nach Tagen gegliedertes „Gedächtnisprotokoll“ aufgezeichnet, das die Geschehnisse (u.a. in Brauweiler, Königsdorf und Dachau) detailliert beschreibt.

Egon Heeg hat dieses einzigartige Dokument vor längerer Zeit von einem Frechener, Hans Bock, zur Verfügung gestellt bekommen und ausgewertet. In diesem Vortrag liest und  kommentiert er schwerpunktmäßig einzelne Passagen aus Meyers Bericht.

Die Veranstaltung des Stadtarchivs findet am Mittwoch, dem 26.11.2014 um 19.00 Uhr statt. Platzreservierungen werden telefonisch unter 501-238/ 501-437 oder per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) angenommen.
Der Eintritt ist frei!